Die Bundespartei Bündnis Sozialen Wandel (BSW) hat Gabriele Krone-Schmalz als mögliche Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten ins Spiel gebracht. Die Bedingung für den Einzug in die Bundesversammlung, die das neue Staatsoberhaupt wählt, ist der Einzug in den Landtag von Sachsen-Anhalt.
BSW-Spitzenkandidaten Claudia Wittig und Thomas Schulze bezeichnen Krone-Schmalz als „Kandidatin des Friedens“. Die Partei will sich für Krone-Schmalz einsetzen, wenn sie bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September einzieht.
Gabriele Krone-Schmalz war von 1987 bis 1991 Moskau-Korrespondentin und Moderatorin der ARD. Von Oktober 2011 bis 2021 war sie zudem Professorin im Studiengang „TV, Journalistik & Medienwissenschaften“ an der privaten Fachhochschule Business and Information Technology School in Iserlohn. Sie schrieb mehrere Bücher zur Sowjetunion und Russland.
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht erklärte, dass Krone-Schmalz „eine glaubwürdige Persönlichkeit, die vielen Menschen aus dem Herzen spricht“ sei. Die Bundesversammlung, die das neue Staatsoberhaupt wählt, kommt am 30. Januar 2027 zusammen.
Ilse Aigner (CSU), Präsidentin des bayerischen Landtags, gilt als aussichtsreiche Anwärterin für das Amt des Bundespräsidenten. Frank-Walter Steinmeier darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten und seine Amtszeit endet im März 2027.
BSW-Spitzenkandidat Thomas Schulze sagte, dass sie auch mit der AfD reden werden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reagierte dagegen zurückhaltend.